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Eppendorf / Hoheluft Ost
Teilzeit / Vollzeit: 3-5 Tage die
Woche
Wir sind eine moderne Praxis zum
Wohlfühlen im schönen Eppendorf /
Hoheluft Ost mit orthopädischer
und sportmedizinischer Ausrichtung,
die sehr eng mit den führenden
Fachärzten zusammenarbeitet und
Patienten ausschließlich im
Stundentakt behandelt.
Möchtest du in einem jungen Team
arbeiten, gut verdienen, dich mit
führenden Fachärzten austauschen
und interessante Patienten aus der
O...
Eppendorf / Hoheluft Ost
Teilzeit / Vollzeit: 3-5 Tage die
Woche
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Die Entscheidung des Erweiterten Bewertungsausschusses vom 11. März 2026, die Vergütung psychotherapeutischer Leistungen zum 1. April 2026 um 4,5 Prozent abzusenken, ist für mich kein isolierter Vorgang. Ich sehe darin ein deutliches Signal. Es zeigt, dass die GKV bereit ist, selbst solche Mechanismen für Kürzungen zu nutzen, die ursprünglich einmal dazu gedacht waren, eine angemessene Vergütung zu sichern. Dass die Kassen zuvor sogar eine deutlich weitergehende Absenkung von 10 % gefordert hatten, unterstreicht diese Richtung zusätzlich.
Eine strategische Verschiebung
Was mich daran besonders beschäftigt, ist nicht nur die Kürzung selbst, sondern die Logik dahinter. Im Mittelpunkt steht immer seltener die Frage, was gute Versorgung tatsächlich kostet, was Praxen wirtschaftlich tragen müssen und welche Bedingungen nötig sind, damit ambulante Strukturen stabil bleiben. Im Mittelpunkt stehen steigende Ausgaben. Genau das lässt sich inzwischen auch offen nachlesen: Der GKV-Spitzenverband hat Ende November 2025 vorgeschlagen, den Grundsatz der Beitragssatzstabilität wieder zu stärken und Ausnahmeregelungen, ausdrücklich auch § 125 Absatz 3 Satz 3 SGB V für die Heilmittelversorgung, mindestens vorübergehend auszusetzen. Zugleich formuliert er klar, dass Honorare und Vergütungen grundsätzlich nicht stärker steigen sollten als die Einkommen der GKV Mitglieder. Für mich ist das keine technische Randnotiz, sondern eine politische Stoßrichtung.
Genau darin liegt für mich die eigentliche Brisanz. § 87 Abs. 2c Satz 8 SGB V, den die GKV jetzt technisch als Einfallstor für Honorarkürzungen genutzt hat, ist seinem Regelungshintergrund nach auf die Sicherstellung einer „angemessenen Höhe der Vergütung je Zeiteinheit“ angelegt. In der politischen und rechtlichen Debatte wurde diese Norm lange vor allem als Reaktion auf Untervergütungsprobleme verstanden. Wenn nun selbst Schutzmechanismen, die einmal eingeführt wurden, um eine angemessene Vergütung zu sichern, als Kürzungsinstrument genutzt werden können, dann ist das mehr als eine Einzelentscheidung in einem fremden Versorgungsbereich. Dann zeigt sich ein Muster. Und dieses Muster ist auch für die Heilmittelversorgung relevant.
Der Schaden für die Versorgung entsteht schleichend
Für die Versorgung ist diese Entwicklung aus meiner Sicht klar nachteilig. Gute ambulante Versorgung entsteht nicht dadurch, dass man Vergütung immer stärker nur als Kostenproblem behandelt. Sie entsteht dort, wo Praxen Personal gewinnen und halten können, wo Gehaltsentwicklungen refinanzierbar sind, wo Zeit für Vor und Nachbereitung mitgedacht wird und wo wirtschaftlich überhaupt Spielraum für Qualität, Organisation und Entwicklung bleibt. Wird diese Grundlage schrittweise geschwächt, dann zeigt sich das oft nicht sofort als großer Zusammenbruch, sondern im Alltag: mehr Druck auf Inhaberinnen und Inhaber, weniger Luft für Neueinstellungen, weniger Stabilität in Teams und am Ende weniger Resilienz in einem ohnehin angespannten System.
Die Parallele zur Heilmittelversorgung ist offensichtlich
Im Heilmittelbereich gibt es derzeit zwar keinen identischen Mechanismus wie in der Psychotherapie. Aber die Richtung ist aus meiner Sicht vergleichbar. Der Gesetzgeber wollte mit dem TSVG gerade eine Preislogik schaffen, die sich an realen Personal, Sach und Praxiskosten orientiert und damit wirtschaftlich zu führende Praxisbetriebe überhaupt ermöglicht. Wenn die Kassen nun genau diese errungene Regelung wieder infrage stellen, dann geht es nicht um eine kleine Korrektur. Dann geht es um die Rückkehr zu einer Logik, in der Versorgung wieder vor allem unter dem Gesichtspunkt der Ausgabenbegrenzung gelesen wird. Für die Heilmittelberufe ist das ein ernstes Warnsignal.
BARMER und WIdO bereiten diese Erzählung mit vor
Besonders aufmerksam macht mich, dass diese Entwicklung seit Jahren kommunikativ vorbereitet wird. In den Heilmittelberichten der BARMER und des WIdO taucht immer wieder dieselbe Erzählung auf: Die Ausgaben und Vergütungen im Heilmittelbereich seien stark oder sogar überproportional gestiegen; die zusätzlichen Mittel kämen aber angeblich nicht ausreichend bei den Beschäftigten an. Die BARMER ließ 2024 verbreiten, Vergütungssteigerungen seien nur etwa zur Hälfte an Angestellte weitergegeben worden. Das WIdO sprach Ende 2025 von einem ungebremsten Anstieg der AOK Heilmittelausgaben auf 4,8 Milliarden Euro im Jahr 2024, führte diesen Anstieg maßgeblich auf die gesetzliche Vergütungsangleichung seit 2019 zurück und stellte zugleich heraus, dass die Lohnentwicklung hinter den Ausgabensteigerungen zurückbleibe.
Kassen finanzieren solche Erzählungen nicht aus Langeweile. Ich halte diese Narrative für politisch hoch wirksam. Denn damit verschiebt sich die Debatte. Es geht dann nicht mehr zuerst um die Frage, welche Kosten Praxen tatsächlich tragen müssen, wie sich Inflation, Mieten, Energie, Dokumentation, IT und Personalaufwand entwickelt haben oder wie Versorgung langfristig gesichert werden kann. Stattdessen entsteht der Eindruck, die Kassen hätten längst genug getan und das eigentliche Problem liege bei den Leistungserbringenden selbst. Als vollständige ökonomische Analyse überzeugt mich das nicht mal annähernd. Als vorbereitender politischer Deutungsrahmen ist es dagegen hoch wirksam.
Die Ergotherapie ist besonders verwundbar
Für die Ergotherapie kommt ein weiterer Punkt hinzu, den ich für besonders kritisch halte. Sie ist in dieser Lage strukturell verwundbarer als andere Heilmittelbereiche. Die ergotherapeutische Vergütungserhöhung basiert auf Vergangenheitswerten während aktuelle, tatsächlich anfallende Kostensteigerungen unberücksichtigt bleiben. Auch in der aktuellen Preisverhandlungsrunde soll das nach dem Wunsch der anderen Vertragspartner so bleiben. Selbst die laufende Tarifanpassung 2026 soll dabei unberücksichtigt bleiben, obwohl es sich nicht um eine Prognose, sondern um die tarifvertraglich feststehende Entwicklung handelt. Für die Ergotherapiepraxen bliebe dadurch ein reales Liquiditätsproblem bestehen, weil betreffende Gehälter im laufenden Jahr gezahlt werden müssen, die Refinanzierung aber weiter mit Vergangenheitswerten arbeitet.
Gleichzeitig ist für die Physiotherapie öffentlich dokumentiert, dass bei der Vergütungsfindung für 2026 preisbildende Parameter fortgeschrieben und damit Entwicklungen des laufenden und des kommenden Jahres deutlich stärker berücksichtigt wurden. Genau diese Differenz ist aus meiner Sicht entscheidend. Denn sie bedeutet ganz praktisch: Ergotherapiepraxen müssen bekannte Kostensteigerungen länger aus eigener Substanz tragen als andere Heilmittelbereiche. Die Preisbildung hinkt der Realität hinterher.
Warum das so gefährlich ist
Wenn sich die GKV künftig zusätzlich mit einer Verengung der Bewertungsgrundlagen oder mit einer Rückkehr zu stärkerer Beitragssatzlogik durchsetzen sollte, träfe das die Ergotherapie deshalb besonders hart. Dann würde neuer Honorardruck auf einen Bereich treffen, der schon heute schlechter als andere Heilmittelbereiche in der Lage ist, laufende Kostenentwicklungen zeitnah in die Vergütung zu überführen. Das ist kein technisches Detail. Es ist ein struktureller Nachteil, der sich unmittelbar auf die wirtschaftliche Stabilität von Praxen und damit auf die Versorgung auswirken kann.
Mein Fazit
Für mich ist die Kürzung der Honorare in Psychotherapie deshalb ein sehr deutliches Warnsignal weit über die Psychotherapie hinaus. Sie zeigt, wie aus Schutzmechanismen Kürzungsinstrumente werden können. Sie zeigt, wie Versorgung zunehmend unter dem Blickwinkel der Ausgabensteuerung gelesen wird. Sie zeigt, wie Narrative vorbereitet werden, mit denen spätere Eingriffe politisch leichter durchsetzbar werden. Und sie zeigt sehr klar die strukturelle Grundhaltung der GKV als Institution – das hausinterne Mindset wird sozusagen offenbart.
Für die Heilmittelversorgung ist das hoch relevant. Für die Ergotherapie ganz besonders: sie ist durch die retrospektive Kalkulation besonders verwundbar und verliert bei einer Anpassung der gesetzlichen Rahmenbedingungen oder einer Veränderung der Berechnungslogik mindestens ein komplettes Jahr an Kostenausgleich.
Wir sprechen in Deutschland viel über marode Brücken und kaputte Infrastruktur. Aber was ist mit der Infrastruktur, die Menschen trägt? Wenn Versorgungsstrukturen nicht mehr funktionieren, brechen nicht Beton und Stahl weg, sondern Gesundheit, Selbstständigkeit, Teilhabe und Arbeitsfähigkeit. Das bedeutet ganz konkret: Menschen werden nicht rechtzeitig stabilisiert, bleiben länger krank, kehren später oder gar nicht in ihren Alltag und Beruf zurück, Angehörige geraten stärker unter Druck und Fachkräfte müssen unter Bedingungen arbeiten, die Überlastung und Fehler begünstigen. Was heute als Einsparung verkauft wird, erzeugt morgen neue Lasten in Pflege, Versorgung, Arbeitswelt und Sozialstaat. Wer tragende Versorgungsstrukturen schwächt, spart nicht, sondern legt den Grundstein für die nächsten gesellschaftlichen Folgekosten.
Dieser Artikel erschien zuerst am 16.03.2026 auf www.bed-ev.de.
Zur Person:
Volker Brünger
Volker Brünger war über 20 Jahre als Physiotherapeut tätig und ist seit 2016 Gesundheitsökonom (B.A.) mit den Interessenschwerpunkten: Versorgungsforschung und gesundheitsökonomische Evaluierung von Heilmittelleistungen.
Für das Aktionsbündnis „Therapeuten am Limit“ koordinierte er die politische und inhaltliche Arbeit.
Beim Bundesverband für Ergotherapeut:innen (BED) fungiert er seit 2021 als Vorstandsreferent und ist als Vertreter des BED Mitglied der Schiedsstelle nach § 125 Abs. 6 SGB V für den Bereich der Ergotherapie
VersorgungHeilmittelVergütungGKVErgotherapieBEDGastbeitragKommentar
Erste Welle:
Kostenexplosion!
Auf allen Kanälen wird über die Kostensteigerung berichtet. Dabei "vergisst" man irgendwie zu erwähnen, dass mit der Verwaltungspauschale und der Befundposition automatisch Kostensteigerungen verbunden sind, weil es die Positionen vorher nicht gab.
Dass ein muskelgesichertes Gelenk lt. Leitlinie unter Einbeziehung von KGG behandelt wird, spielt dann auch keine Rolle mehr.
Zweite Welle:
Therapeuten dürfen nicht mehr Verantwortung bekommen!
Angeblich sieht man plötzlich genau, dass Praxen für die Mengenausweitung verantwortlich sind und man ihnen deswegen keine zusätzliche Verantwortung übertragen darf (zielt auf die Ausweitung der Blankoverordnung aber besonders auf den Direktzugang).
Die massive Umsteuerung von ambulant vor stationär durch das Krankenhausgesetz und mehr ambulante Operationen wird ebenfalls "vergessen".
Dritte Welle:
Wir müssen die Ausgaben begrenzen!
Ab hier wird es dann wirr, weil angeblichen Mengenausweitungen mit der erneuten Einführung der Grundlohnsummenbindung begegnet werden soll.
Diese Muster laufen immer wieder gleich ab und werden im Vorfeld von Verhandlungen durch den "wissenschaftlichen" Bereich der Kassen vorbereitet.
Es folgt eine Stellungnahme, meistens der Barmer, dass Honorarsteigerungen nicht weitergegeben werden gefolgt von Aussagen zu Mengenausweitungen und allgemeiner Verantwortungslosigkeit der Praxen.
Wenn man argumentativ Mengenausweitung mit Therapeutenhonoraren verknüpft, geht es erkennbar nicht um die Versorgung, sondern ausschließlich um Kostendämpfung und Verteilungskämpfe.
Den Kassen muss klar sein, dass Sparmaßnahmen ambulant vor stationär scheitern lassen werden und damit dann die Kosten in den stationären Bereich verlagert werden.
Klar ist auch, dass Praxen ihrerseits die Therapien reduzieren, die besonders aufwändig sind und vergleichsweise schlecht bezahlt werden.
Es wird die Hausbesuche und die MLD mit der Krebsnachsorge treffen, die die Praxen aus Kostengründen reduzieren werden.
Aber das ist ja egal, weil es ohnehin nie um die Versorgung geht.
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Das es nur noch um Kosten und nicht um Versorgung geht.
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Andreas Bock schrieb:
Mir kommt es vor, als hättest du mir dies erst vor 3 Monaten auch vorgetragen, als es um die Verhandlung ging.
Das es nur noch um Kosten und nicht um Versorgung geht.
Welche Kosten haben Schulterpatienten bei Arzt in den 16 Wochen verursacht, welche dann heute? Kostendämmung?
Welche Folgekosten haben sich Langzeit aus dem alten System ergeben (zum Beipsiel OP) und wieviel heute? Kostendämmung?
Beide Fragen werden nicht gespiegelt, weil die Wahrheit offenkundig weh tut
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Andreas Bock schrieb:
Was bei der Blanko noch fehlt aber bei den Kassen ebenfalls keine Berücksichtigung findet:
Welche Kosten haben Schulterpatienten bei Arzt in den 16 Wochen verursacht, welche dann heute? Kostendämmung?
Welche Folgekosten haben sich Langzeit aus dem alten System ergeben (zum Beipsiel OP) und wieviel heute? Kostendämmung?
Beide Fragen werden nicht gespiegelt, weil die Wahrheit offenkundig weh tut
Am Anfang haben wir das noch ernst genommen und uns über die Mengenausweitung gewundert.
Dann haben wir die Zahlen des GKV-HIS mit den BGW-Zahlen abgeglichen und siehe da, die Daten konnten nicht stimmen.
Mittlerweile haben die Kassen die fehlerhaften Zahlen selbst eingeräumt.
Sie sprechen von "unverarbeiteten Rohdaten".
Man muss also sehr genau aufpassen, was einem da als "Wahrheit" verkauft wird.
Unsere Verhandlungsgruppen ziehen Kontrolldaten von Abrechnungsgesellschaften und wissen daher sehr genau, was abgerechnet wurde und in welcher Menge.
Außerdem wissen wir sehr genau, wie die Gehaltssteigerungen aussehen, weil die Daten der BGW und anderer mit Gehaltsdaten befasster Einrichtungen ausgesprochen präzise sind.
Man muss nur verstehen, dass es nicht reicht, Recht zu haben, sondern man muss es auch in politisches Handeln umsetzen.
Da die Kassen für ihre "Informationspolitik" ihrer Politikabteilungen unbegrenzte Versichertengelder gegen uns einsetzen können, haben wir es im Gegenzug schwer.
Hier sieht man die unmittelbare Auswirkung von einem zu geringen Organisationsgrad der Branche.
Während die Kassen aus allen Rohren feuern, müssen wir uns auf die (zu) wenigen Verbandmitglieder stützen, die das alles finanzieren.
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Jens Uhlhorn schrieb:
@Andreas Bock Ich trage das seit Jahren vor, weil die Kassen seit Jahren immer wieder die gleiche Strategie fahren.
Am Anfang haben wir das noch ernst genommen und uns über die Mengenausweitung gewundert.
Dann haben wir die Zahlen des GKV-HIS mit den BGW-Zahlen abgeglichen und siehe da, die Daten konnten nicht stimmen.
Mittlerweile haben die Kassen die fehlerhaften Zahlen selbst eingeräumt.
Sie sprechen von "unverarbeiteten Rohdaten".
Man muss also sehr genau aufpassen, was einem da als "Wahrheit" verkauft wird.
Unsere Verhandlungsgruppen ziehen Kontrolldaten von Abrechnungsgesellschaften und wissen daher sehr genau, was abgerechnet wurde und in welcher Menge.
Außerdem wissen wir sehr genau, wie die Gehaltssteigerungen aussehen, weil die Daten der BGW und anderer mit Gehaltsdaten befasster Einrichtungen ausgesprochen präzise sind.
Man muss nur verstehen, dass es nicht reicht, Recht zu haben, sondern man muss es auch in politisches Handeln umsetzen.
Da die Kassen für ihre "Informationspolitik" ihrer Politikabteilungen unbegrenzte Versichertengelder gegen uns einsetzen können, haben wir es im Gegenzug schwer.
Hier sieht man die unmittelbare Auswirkung von einem zu geringen Organisationsgrad der Branche.
Während die Kassen aus allen Rohren feuern, müssen wir uns auf die (zu) wenigen Verbandmitglieder stützen, die das alles finanzieren.
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Schippi schrieb:
@Jens Uhlhorn ich muss mich mal erkundigen,lese deine Kommentare zwar immer ganz gern,aber weiß nicht ob du Kollege oder was auch immer bist,weil du dich meistens nur zu bestimmten verbanspolitischen Dingen äußerst!
Daher halte ich bei therapeutischen Themen lieber den Ball flach und konzentriere mich bei den Aussagen auf Dinge, die ich Vollzeit beackere und weitestgehend im Detail verstehe.
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Jens Uhlhorn schrieb:
@Schippi Ja, ich bin Physiotherapeut seit 1994 aber seit 2001 nicht mehr aktiv am Patienten tätig, weil ich mich entscheiden musste, wie ich meine Arbeitszeit einsetze. Therapie plus Geschäftsleitung war mit unserer Unternehmensgröße (ca. 80 MA) nicht zu leisten.
Daher halte ich bei therapeutischen Themen lieber den Ball flach und konzentriere mich bei den Aussagen auf Dinge, die ich Vollzeit beackere und weitestgehend im Detail verstehe.
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Lars van Ravenzwaaij schrieb:
@Jens Uhlhorn Kenne ich. Wir konnten als Inhaber bis zum Schluss noch am Patienten arbeiten (auch wenn nicht mehr Vollzeit), weil wir zu fünft waren. Und somit das Management auf 5 Schultern verteilt haben. 😎
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Horatio72 schrieb:
@Lars van Ravenzwaaij Das ist eine gute Frage bzw würde mich mal interessieren, Ich habe jetzt 6 MA (3 Voll Zeit, Rest 20 std) und habe vorher fast 50 Std. die Woche am Patient gearbeitet. (2 "0st, 2 Minijob). jetzt packe ich gefühlt 10 weil dauernd was anderes ist (und ich mich in vieles erst reinarbeiten muss ). ist das normal bzw wird das noch besser ;)?
Es gibt dann die, die zusätzlich am Wochenende "in Ruhe" ein paar Dinge abarbeiten und plötzlich dreht sich auch noch das Wochenende um die Praxis.
Deswegen muss man früher oder später Prioritäten setzen oder eben aushalten, ständig mit der Praxis konfrontiert zu werden.
Ich habe diesen Spagat schon früh nicht mehr ausgehalten und Dinge geändert.
Das war nicht leicht, weil es eben auch Konsequenzen hat, wenn ich aus der Therapie ausscheide.
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Jens Uhlhorn schrieb:
@Horatio72 Das Gefühl, ständig ist irgendetwas anderes, nimmt zu und Du hast irgendwann das Gefühl, nichts mehr zeitnah und richtig gut zu erledigen.
Es gibt dann die, die zusätzlich am Wochenende "in Ruhe" ein paar Dinge abarbeiten und plötzlich dreht sich auch noch das Wochenende um die Praxis.
Deswegen muss man früher oder später Prioritäten setzen oder eben aushalten, ständig mit der Praxis konfrontiert zu werden.
Ich habe diesen Spagat schon früh nicht mehr ausgehalten und Dinge geändert.
Das war nicht leicht, weil es eben auch Konsequenzen hat, wenn ich aus der Therapie ausscheide.
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Lars van Ravenzwaaij schrieb:
@Horatio72 Ich habe relativ bis zu meinem Schluss als Inhaber 55-60 Stunde / Woche gearbeitet (vom 24 J bis 60 J). Als Angestellter/Berater waren es dann die letzte 3 Jahre abbauend (eher: abkickend 😇) von 35 runter auf 20 Stunden. Allerdings bin ich jetzt mit 63 dann auch Privatier. 😂
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Schippi schrieb:
@Jens Uhlhorn 👍🤩
jetzt musst du mich nicht mehr bekehren. Ich habe deine Worte sehr genau studiert und mir durch anschließende selbstrecherche dazu noch ein Bild gemacht.
Das Ergebniss ist erschreckend alamierend, weswegen ich nun den Weg des Heilpraktikers eingeschlagen habe.
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Andreas Bock schrieb:
@Jens Uhlhorn
jetzt musst du mich nicht mehr bekehren. Ich habe deine Worte sehr genau studiert und mir durch anschließende selbstrecherche dazu noch ein Bild gemacht.
Das Ergebniss ist erschreckend alamierend, weswegen ich nun den Weg des Heilpraktikers eingeschlagen habe.
es wird leider nicht besser. Ich habe nun 26 Therapeuten in Vollzeit und 1 in Halbtags, dazu noch 19 fleissige Helfer. Es wird immer mehr, je megr du anstellst.
Es ist wirklich so wie oben beschrieben, ab einer größe bist du eher "Mädchen" (darf man das politisch noch so sagen) für alles anstatt diesen schönen Beruf auszuüben.
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Andreas Bock schrieb:
@Horatio72
es wird leider nicht besser. Ich habe nun 26 Therapeuten in Vollzeit und 1 in Halbtags, dazu noch 19 fleissige Helfer. Es wird immer mehr, je megr du anstellst.
Es ist wirklich so wie oben beschrieben, ab einer größe bist du eher "Mädchen" (darf man das politisch noch so sagen) für alles anstatt diesen schönen Beruf auszuüben.
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Problem beschreiben
Jens Uhlhorn schrieb:
Wir sehen das gleiche Muster jetzt bei den Verhandlungen zur Blankoverordnung.
Erste Welle:
Kostenexplosion!
Auf allen Kanälen wird über die Kostensteigerung berichtet. Dabei "vergisst" man irgendwie zu erwähnen, dass mit der Verwaltungspauschale und der Befundposition automatisch Kostensteigerungen verbunden sind, weil es die Positionen vorher nicht gab.
Dass ein muskelgesichertes Gelenk lt. Leitlinie unter Einbeziehung von KGG behandelt wird, spielt dann auch keine Rolle mehr.
Zweite Welle:
Therapeuten dürfen nicht mehr Verantwortung bekommen!
Angeblich sieht man plötzlich genau, dass Praxen für die Mengenausweitung verantwortlich sind und man ihnen deswegen keine zusätzliche Verantwortung übertragen darf (zielt auf die Ausweitung der Blankoverordnung aber besonders auf den Direktzugang).
Die massive Umsteuerung von ambulant vor stationär durch das Krankenhausgesetz und mehr ambulante Operationen wird ebenfalls "vergessen".
Dritte Welle:
Wir müssen die Ausgaben begrenzen!
Ab hier wird es dann wirr, weil angeblichen Mengenausweitungen mit der erneuten Einführung der Grundlohnsummenbindung begegnet werden soll.
Diese Muster laufen immer wieder gleich ab und werden im Vorfeld von Verhandlungen durch den "wissenschaftlichen" Bereich der Kassen vorbereitet.
Es folgt eine Stellungnahme, meistens der Barmer, dass Honorarsteigerungen nicht weitergegeben werden gefolgt von Aussagen zu Mengenausweitungen und allgemeiner Verantwortungslosigkeit der Praxen.
Wenn man argumentativ Mengenausweitung mit Therapeutenhonoraren verknüpft, geht es erkennbar nicht um die Versorgung, sondern ausschließlich um Kostendämpfung und Verteilungskämpfe.
Den Kassen muss klar sein, dass Sparmaßnahmen ambulant vor stationär scheitern lassen werden und damit dann die Kosten in den stationären Bereich verlagert werden.
Klar ist auch, dass Praxen ihrerseits die Therapien reduzieren, die besonders aufwändig sind und vergleichsweise schlecht bezahlt werden.
Es wird die Hausbesuche und die MLD mit der Krebsnachsorge treffen, die die Praxen aus Kostengründen reduzieren werden.
Aber das ist ja egal, weil es ohnehin nie um die Versorgung geht.
Mein Frage die ich mir immer stelle:
Wer kontrolliert die Kassen?
Welche Aufsicht kontrolliert diejenigen, die selbst Kontrolle ausüben?
Wer geht mal in eine AOK, Barmer usw. und rationalisiert dort mal weg?
Wer geht mal an die Löhne der KK Mitarbeiter?
Wer sorgt mal dafür, dass es nur noch 3 Kassen gibt, mit unterschiedlichen Leistungssystem und dementsprechenden Bezahlsystem?
Wer setzt endlich mal ein Zeichen in der Werbung für neue MItglieder in zum Beispiel Bundesligavereinen?
Wer setzt mal ein Zeichen für diverse Behandlungen aller Art, die von nicht Beitragszahlern erhalten werden. Staat zahlt nicht für seine Bürgergeldempfänger. (Bitte allgemein verstehen, ich bin nicht rechts oder Zuwandererfeindlich)
Solange diese Parameter nicht gedeckelt werden, wird sich an der Marschroute der Kassen in den Verhandlungen nichts ändern.
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Problem beschreiben
Andreas Bock schrieb:
Diese Entwicklung ist schon seit Jahren erkennbar. Dank Herrn Spahns (Meisterhirn) haben wir überhaupt noch eine Überlebsnchance.
Mein Frage die ich mir immer stelle:
Wer kontrolliert die Kassen?
Welche Aufsicht kontrolliert diejenigen, die selbst Kontrolle ausüben?
Wer geht mal in eine AOK, Barmer usw. und rationalisiert dort mal weg?
Wer geht mal an die Löhne der KK Mitarbeiter?
Wer sorgt mal dafür, dass es nur noch 3 Kassen gibt, mit unterschiedlichen Leistungssystem und dementsprechenden Bezahlsystem?
Wer setzt endlich mal ein Zeichen in der Werbung für neue MItglieder in zum Beispiel Bundesligavereinen?
Wer setzt mal ein Zeichen für diverse Behandlungen aller Art, die von nicht Beitragszahlern erhalten werden. Staat zahlt nicht für seine Bürgergeldempfänger. (Bitte allgemein verstehen, ich bin nicht rechts oder Zuwandererfeindlich)
Solange diese Parameter nicht gedeckelt werden, wird sich an der Marschroute der Kassen in den Verhandlungen nichts ändern.
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Schippi schrieb:
Ich arbeite immer noch bis 1700/1800uhr,ich weiß ja nicht was bei dir los ist?
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therapeutin schrieb:
arbeite was reinkommt ab und dann danach in der Privatpraxis weiter,zu 90% nehme ich nur noch Fango+MT an,wie gesagt erwirtschafte das selbe wie vorher ,bloß weniger Zeit dafürwink
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Schippi schrieb:
@therapeutin wow und damit kannst du die GKV Bestimmungen abdecken?Hut ab!!!
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therapeutin schrieb:
für mich ist doch alles ein Spiel,jede Erhöhung geht mit einer Absenkung( darf nur noch 1x im Jahr, 1x Quartal oder 1x halbes Jahr verordnen,Aussage der Ärzte),deswegen habe ich jedes Jahr das selbe Ergebnis, muss aber weniger dafür arbeiten... Bsp,vor Jahren habe ich noch bis 15 Uhr gearbeitet,jetzt gehe ich schon um 12 nach Hause, sagt ein Pat. ab ziehe ich den letzten nach vorne so ist alles effektiv hintereinander, ich habe ein Glück das ich in all den Jahren noch nie eine Mieterhöhung bekommen habe(zahle noch immer den Preis von 2003heart_eyes)
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