Wir die Praxis für Osteopathie und
Physiotherapie suchen Verstärkung
für den Bereich der palliativen
Betreuung von Patienten zu Hause.
Die TherapeutIn sollte
Berufserfahrung haben und auf jeden
Fall in Lymphdrainage ausgebildet
sein. Selbständiges arbeiten und
viel Flexibilität in der
Terminierung machen diese Arbeit
attraktiv. Mindestens 5
Fortbildungstage und 500,-
Fortbildungsbonus, sowie ein
überdurchschnittliches Gehalt
warten auf dich.
Unsere Praxis befindet sich im
Bonner Norden ...
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Wie und ob sich die Schlafdauer auf das Bewegungsverhalten auswirken kann, ist eine immens wichtige Frage, denn hinter ihr verstecken sich gesellschaftliche Themen (wie notwendige Ruhezeiten zum Beispiel im Schichtdienst) bis hin zu individuellen Konsequenzen (etwa, ob Herr Müller von Physiotherapie profitieren kann). Im Nature Communications Medicine wurde nun eine Studie mit über 70.000 ProbandInnen veröffentlicht, die den Zusammenhang von Schlaf- und Bewegungsverhalten analysiert.
Die Studie
Wie bekommt man sage und schreibe 70.963 ProbandInnen für eine Beobachtungsstudie zusammen? Ganz einfach, indem man ein Analysegerät verkauft und die Verwertung der Daten im Kleingedruckten versteckt. Wer zwischen 2020 und 2023 sowohl eine Smartwatch als auch einen Schlafsensor der Firma Withings besaß und bei den AGBs auf „gelesen und akzeptiert“ klickte, wurde in die Studie eingeschlossen. Rund 28 Millionen Messstunden aus der ganzen Welt kamen so zusammen.
Ergebnisse
Nur ein kleiner Teil der Testpersonen erfüllte gleichzeitig die gängigen Empfehlungen für Schlaf und Bewegung. Lediglich 13 Prozent der TeilnehmerInnen schliefen im Durchschnitt die empfohlenen sieben bis neun Stunden pro Nacht und erreichten zugleich mehr als 8.000 Schritte pro Tag. Etwa jede sechste Person schlief weniger als sieben Stunden und bewegte sich mit unter 5.000 Schritten täglich nur sehr wenig. Vermutlich lag das auch daran, dass nicht unbedingt die ausgeschlafensten und aktivsten Menschen Geld für einen Schlafsensor ausgeben.
Schlaf und Bewegung standen bei den VersuchsteilnehmerInnen in einer bidirektionalen Beziehung. Eine gute Schlafqualität wirkte sich messbar auf die körperliche Aktivität am folgenden Tag aus. Personen mit höherer Schlafeffizienz und kürzerer Einschlafdauer (Latenz) waren am nächsten Tag aktiver und legten im Schnitt 200 Schritte mehr zurück als Menschen mit geringerer Schlafqualität.
Die Schlafdauer wird in Bezug auf die Schrittzahl in der Studie wie eine umgekehrte U-Kurve dargestellt: Ganz oben in der Schrittzahl-Kurve, befinden sich Personen, die in der vorangegangenen Nacht etwa sechs Stunden schliefen. Sie gingen am Folgetag die meisten Schritte, im Gegensatz zu Personen, die rund acht Stunden schliefen. Letztere legten im Mittel etwa 300 bis 340 Schritte weniger pro Tag zurück.
Auch bei sehr kurzen Nächten von etwa vier Stunden sank die Aktivität ähnlich wie bei sehr langen Nächten deutlich ab – um rund 180 Schritte pro Tag im Vergleich zu sechs Stunden Schlaf (Graph). Aktivere Menschen schlafen also weder zu kurz noch zu lang.
Umgekehrt hatte körperliche Aktivität zwar ebenfalls einen Einfluss auf den Schlaf der folgenden Nacht, dieser fiel jedoch deutlich geringer aus. Mehr Schritte am Tag waren nur mit minimal längerer Schlafdauer, leicht verkürzter Einschlaflatenz und geringfügig besserer Schlafeffizienz verbunden.
Eine vorsichtige Schätzung
Vor allem aufgrund der Menge der Daten ist die Studie bemerkenswert genug, um in einem Nature-Journal publiziert zu werden, aber natürlich können keine direkten Rückschlüsse auf Bewegungs- und Schlafverhalten aus den Daten gezogen werden. Korrelation ist nicht gleich Kausalität und daher berichtet die Studie schlichtweg nur den zeitlichen Zusammenhang beider Variablen. Bis zu 340 Schritte mehr am Tag sind bei über 70.000 TeilnehmerInnen schon deutlich, aber klinisch wohl eher begrenzt relevant. Was zudem fehlt, sind Informationen zu sportlichen Aktivitäten, die in den Daten nicht ermittelt wurden. Ein weiterer Knackpunkt: Der Studienzeitraum lag mitten in der Corona-Pandemie – bekanntermaßen war in dieser Zeit vieles anders.
Insgesamt ist die Studie ein Hinweis darauf, dass Schlafqualität und Alltagsbewegung in einem messbaren, aber moderaten Zusammenhang stehen – es ist also nur plausibel, dass physiotherapeutische Interventionen dann besonders wirksam sind, wenn Regeneration und Bewegung gemeinsam gedacht werden.
Daniel Bombien / physio.de
SchlafBewegungPhysiotherapieStudie
"Lediglich 13 Prozent der TeilnehmerInnen schliefen im Durchschnitt die empfohlenen sieben bis neun Stunden pro Nacht"
und
"
Ganz oben in der Schrittzahl-Kurve, befinden sich Personen, die in der vorangegangenen Nacht etwa sechs Stunden schliefen. Sie gingen am Folgetag die meisten Schritte, im Gegensatz zu Personen, die rund acht Stunden schliefen. [...] Aktivere Menschen schlafen also weder zu kurz noch zu lang."
Sind 8 Stunden jetzt also empfohlen obwohl eindeutig zu lang?
Die Studie zeigt mir somit eher, dass Schlaf zwar grundsätzlich wichtig ist (wer hätte das gedacht?) - insgesamt aber auch recht individuell. Ich meine, bei 70 000 TN ein Durchschnittswert von 300 Schritten plus in einer Gruppe heißt doch letztendlich, dass die einen z.B. mal 1000 Schritte weniger laufen und die andern dafür 1300 Schritte mehr usw. 300 Schritte per se - da kann es ja schon einen Unterschied machen, wie die Wohnverhältnisse sind und wie viele Schritte zur Toilette gelaufen werden müssen.
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Problem beschreiben
Teilzeit-Leser schrieb:
2 Zitate aus dem Text:
"Lediglich 13 Prozent der TeilnehmerInnen schliefen im Durchschnitt die empfohlenen sieben bis neun Stunden pro Nacht"
und
"
Ganz oben in der Schrittzahl-Kurve, befinden sich Personen, die in der vorangegangenen Nacht etwa sechs Stunden schliefen. Sie gingen am Folgetag die meisten Schritte, im Gegensatz zu Personen, die rund acht Stunden schliefen. [...] Aktivere Menschen schlafen also weder zu kurz noch zu lang."
Sind 8 Stunden jetzt also empfohlen obwohl eindeutig zu lang?
Die Studie zeigt mir somit eher, dass Schlaf zwar grundsätzlich wichtig ist (wer hätte das gedacht?) - insgesamt aber auch recht individuell. Ich meine, bei 70 000 TN ein Durchschnittswert von 300 Schritten plus in einer Gruppe heißt doch letztendlich, dass die einen z.B. mal 1000 Schritte weniger laufen und die andern dafür 1300 Schritte mehr usw. 300 Schritte per se - da kann es ja schon einen Unterschied machen, wie die Wohnverhältnisse sind und wie viele Schritte zur Toilette gelaufen werden müssen.
Jeder, der diese Smartwatch schon mal hatte/hat, weiß, dass die Werte, die die Uhr anzeigt nicht immer mit dem subjektiven Gefühl morgens zusammenpasst.
Wahrscheinlich gibt es auch noch qualitative Unterschiede bei den Uhren. Ich habe spaßeshalber meine Uhr und die meines Mannes (anderes Fabrikat) gleichzeitig getragen... es kamen unterschiedliche Werte heraus.
Eigentlich eine gute Idee, aber aus meiner Sicht noch nicht verlässlich auswertbar.
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hgb schrieb:
.. und wie die Meßwerte / Ergebnisse zu deuten sind!
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Problem beschreiben
Eva schrieb:
Hier wird leider auch nicht zwischen Schlafqualität und Schlafquantität unterschieden.
Jeder, der diese Smartwatch schon mal hatte/hat, weiß, dass die Werte, die die Uhr anzeigt nicht immer mit dem subjektiven Gefühl morgens zusammenpasst.
Wahrscheinlich gibt es auch noch qualitative Unterschiede bei den Uhren. Ich habe spaßeshalber meine Uhr und die meines Mannes (anderes Fabrikat) gleichzeitig getragen... es kamen unterschiedliche Werte heraus.
Eigentlich eine gute Idee, aber aus meiner Sicht noch nicht verlässlich auswertbar.
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