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Differenzialdiagnose
Anamnese und Untersuchung lateraler Ellenbogenschmerzen
Sechs Kriterien, die gegen eine Epikondylopathie sprechen.
17.02.2026 • 5 Kommentare
Schmerz am lat. Condylus deutet oft, aber eben nicht immer auf einen Tennisellbogen hin
Foto: Puosst • Lizenz: CC-BY •
Die häufigste Ursache für Schmerzen am lateralen Ellenbogen ist die Lateral Elbow Tendinopathy (LET) – umgangssprachlich Tennisellenbogen. Üblicherweise wird die Diagnose auf Basis der klinischen Symptome und körperlichen Untersuchung gestellt. Eine radiologische Differenzialdiagnostik (MRT oder Ultraschall) ist dabei meist nicht nötig. Aufgrund der Fehleranfälligkeit und teilweisen Widersprüchlichkeit der Ergebnisse dieser Bildgebung wäre bei ihrer Interpretation zudem durchaus Vorsicht geboten.

Allerdings zeigen wissenschaftliche Daten, dass es sich bei jeder zehnten LET um eine Fehldiagnose handelt. Ein niederländisches Forschungsteam analysierte die Daten von 170 Personen, die sich mit lateralem Ellenbogenschmerz in Lehrkrankenhäusern vorstellten. Daraus konnten sie Kriterien ermitteln, die Hinweise geben können, ob es sich beim jeweiligen Fall um eine Epikondylopathie oder doch eine andere Diagnose handelt.

Bisher übliches Diagnosecluster
Das bisherige Standardprozedere zur Diagnosestellung besteht aus der klinischen Präsentation der Symptome und gezielten Tests. Äußern PatientInnen belastungsabhängige Schmerzen mit Druckdolenz am lateralen Ellenbogen, sollten zusätzlich bei zwei der folgenden drei Untersuchungen Schmerzen ausgelöst werden können:

  1. Isometrischer Widerstand in Dorsalextension der Hand (Cozen Test)
  2. Isometrischer Widerstand der Fingerextension des Mittelfingers (Maudsley-Test)
  3. Dehnungsreiz in Ellenbogenextension, -pronation und Palmarflexion (Mills Test)
Häufig finden sich in der Anamnese außerdem hoch-repetitive Bewegungen mit geringer Belastung (Maus, Tastatur) oder leichte stumpfe Traumata wie beispielsweise das Stoßen an der Türklinke.

Methodik
Die WissenschaftlerInnen erhoben – neben den bisherigen Empfehlungen – eine Vielzahl von möglichen Faktoren, die trotz der oben genannten klinischen Befunde gegen eine Epikondylopathie sprechen könnten. Dazu zählen einerseits demografische Daten wie das Alter und die Dauer der Symptome. Aber auch Krepitationen, neurologische Symptome und die Betroffenheit der dominanten Hand wären denkbar. Zusätzlich führten Sie mehrere Instabilitäts- und weitere Provokationstests durch. Weitere Bestandteile waren eine Inspektion auf augenscheinliche Schwellung und Bewegungseinschränkung.

Ein plausibles Trauma, welches von vornherein für eine kritischere Pathologie sprach, war ein Ausschlusskriterium für diese Studie.

Einzelfaktoren
Zunächst wurde eine sogenannte bivariate Analyse durchgeführt. Daraus wurde erkennbar, dass beispielsweise das Geschlecht kein Prädiktor (Vorhersagevariable) für oder gegen eine Epikondylopathie darstellt. Gleiches galt für die Betroffenheit der (nicht-)dominanten Hand, körperliche Arbeit mit den Händen/Armen und neurologische Symptome.

Das Alter wies hingegen einen deutlichen Einfluss auf. So war es bei Personen unter 30 mehr als 12-mal wahrscheinlicher, eine andere Diagnose als eine LET zu haben. Bei Menschen, die ihre Symptome bereits länger als ein Jahr hatten, war eine abweichende Problematik doppelt so häufig. Demgegenüber verhielt sich dies bei Patienten, deren Beschwerden kürzer andauerten, umgekehrt.

Einen weiteren Hinweis aus der PatientInnenhistorie stellt die Art des Auftretens dar. Schlichen sich die Probleme ein, sprach dies eher für eine Epikondylopathie. Traten die Symptome akut auf, war eine andere Diagnose doppelt so wahrscheinlich. Als eindeutige Hinweise erwiesen sich Krepitationen und mechanische Blockierungen der Mobilität. Lag eine dieser Problematiken vor, war eine LET vollständig auszuschließen.

Alle Tests boten eine moderate Zuverlässigkeit in der Diagnosestellung. Einige, wie der Maudsley und Cozen, dienen als einschließender – positiv LET, negativ andere Diagnose – Test. Andere Tests (Instabilitätstests, Druckschmerz am Capitulum humeri) wiederum können eine Epikondylopathie ausschließen.

Ein Cluster, dass gegen eine LET spricht
Mithilfe einer multivariaten Regression wurde ein sechsteiliger Komplex aus PatientInnenhistorien und Tests erstellt. Sind Personen

  1. maximal 30 Jahre alt und weisen gleichzeitig folgendes auf:
  2. + akuter Beschwerdebeginn
  3. + intraartikuläre Schwellung (Hydrops)
  4. + mechanische Blockade

  5. und haben einen positiven Instabilitäts-Test
  6. sowie einen negativen Maudsley-Test,
sollte zwingend weiterführende (bildgebende) Diagnostik durchgeführt werden. Denn eine andere Diagnose als ein LET ist bei dieser Konstellation sehr wahrscheinlich.

Allerdings sollten ein negativer Maudsley-Test und ein Alter unter 30 bereits aufhorchen lassen, selbst wenn die weiteren Punkte des Clusters nicht zutreffend sind. Denn das Chancenverhältnis (Odds Ratio – OR) dieser beiden Variablen liegt bei 50,9 (Test) beziehungsweise 37,5 (Alter). Dies bedeutet, dass die Chance, keine LET zu haben, um diesen Faktor erhöht ist.

Andere Diagnosen
In nahezu der Hälfte aller Fälle, die keine Epikondylopathie aufwiesen, lag eine Osteochondrosis dissecans (Morbus Panner) vor. Diese betrifft allerdings vor allem Kinder und Jugendliche.

Ein Viertel wies eine posterolaterale Rotationsinstabilität – Ruptur des lateralen Kollateralbandkomplexes – auf. Jeder Zehnte hatte eine Arthrose und knapp neun Prozent ein Supinatorlogensyndrom. Jeweils fünf Prozent entfielen auf Bizepstendinopathien und das Ellenbogen-Synovialfalten-Syndrom. In einem einzigen Fall lag eine rheumatische Erkrankung vor.

Limitationen
Eine besondere Einschränkung der Studie liegt in der breiten Streuung des ProbandInnenalters (9 bis 79 Jahre). Dennoch ist das oben genannte Cluster nicht völlig zu verwerfen. Denn die ForscherInnen führten eine Subgruppenanalyse durch, in der sie nur die ProbandInnen über 18 Jahre inkludierten. Die Ergebnisse entsprachen denen des gesamten Samples. Eine Teilgruppenauswertung mit Abgrenzung zum gehobenen Alter wurde nicht durchgeführt. Mit der Wahl des Cut-Off von 30 Jahren könnten die Aussagen zum Einfluss des Alters verzerrt sein. Daher sollten weitere Studien erstellt werden, die sich unterschiedlichen Altersgruppen annehmen. Denn üblicherweise tritt die Epikondylopathie zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr auf.

Eine weitere Limitation liegt in der Umsetzung der Tests. Diese wurden ausschließlich von erfahrenen Chirurgen für obere Extremitäten durchgeführt. Inwieweit daher dies auch auf weniger erfahrene KlinikerInnen übertragbar ist, bleibt offen. Allerdings trifft dies nur bei den Instabilitätstests zu.

Martin Römhild B.Sc. / physio.de

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TennisellenbogenEllenbogenDiagnostikStudie


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Geert Jeuring
Vor 2 Monaten
Ein bisschen entauscht, dass in dem Cluster der Jeuring Test fehlt: bei gebogener Arm wird eine Faust gemacht und dann wird der Arm bei gleicher Spannung gestreckt (Beim anspannen der Flexoren arbeiten die Mm. ext. carpii radialis et brevis als Antagonist um die Handposition zu halten und bei Streckung des Ellbogens kommt mehr Spannung/ Zug auf die oben genannten Muskeln). Verstärkt sich also der Schmerz, ist der Test positiv.
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• JayBee
Ein bisschen entauscht, dass in dem Cluster der Jeuring Test fehlt: bei gebogener Arm wird eine Faust gemacht und dann wird der Arm bei gleicher Spannung gestreckt (Beim anspannen der Flexoren arbeiten die Mm. ext. carpii radialis et brevis als Antagonist um die Handposition zu halten und bei Streckung des Ellbogens kommt mehr Spannung/ Zug auf die oben genannten Muskeln). Verstärkt sich also der Schmerz, ist der Test positiv.
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Tiefschwarz
Vor 2 Monaten
Hast du eine Validierungsstudie zu dem Jeuring Test? Oder ist das einfach nur eine Erfindung von dir, die bisher nie validiert wurde?
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• Christoph CO
• Johannes4153
• FoetorExOre
Hast du eine Validierungsstudie zu dem Jeuring Test? Oder ist das einfach nur eine Erfindung von dir, die bisher nie validiert wurde?
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Tiefschwarz schrieb:

Hast du eine Validierungsstudie zu dem Jeuring Test? Oder ist das einfach nur eine Erfindung von dir, die bisher nie validiert wurde?

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Geert Jeuring
Vor 2 Monaten
@Tiefschwarz
Genauso ist es :-) . Aber versuch es beim nächsten Patient es funktioniert.
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[mention]Tiefschwarz[/mention] Genauso ist es :-) . Aber versuch es beim nächsten Patient es funktioniert.
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Geert Jeuring schrieb:

@Tiefschwarz
Genauso ist es :-) . Aber versuch es beim nächsten Patient es funktioniert.

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Tiefschwarz
Vor einem Monat
@Geert Jeuring solange der nicht validiert ist versuche ich garnichts, da ich dann auch würfeln könnte.

Wende dich gerne mal an eine Hochschule, dann kann der ja eventuell mal vernünftig validiert werden. Und wenn er sich da als valide zeigt. Dann kommt er irgendwann vielleicht auch in solche Empfehlungen. Vorher hat er da halt nichts zu suchen.
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[mention]Geert Jeuring[/mention] solange der nicht validiert ist versuche ich garnichts, da ich dann auch würfeln könnte. Wende dich gerne mal an eine Hochschule, dann kann der ja eventuell mal vernünftig validiert werden. Und wenn er sich da als valide zeigt. Dann kommt er irgendwann vielleicht auch in solche Empfehlungen. Vorher hat er da halt nichts zu suchen.
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Tiefschwarz schrieb:

@Geert Jeuring solange der nicht validiert ist versuche ich garnichts, da ich dann auch würfeln könnte.

Wende dich gerne mal an eine Hochschule, dann kann der ja eventuell mal vernünftig validiert werden. Und wenn er sich da als valide zeigt. Dann kommt er irgendwann vielleicht auch in solche Empfehlungen. Vorher hat er da halt nichts zu suchen.

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Geert Jeuring
Vor einem Monat
@Tiefschwarz
Seit das Forum besteht propagiere ich hier schon das wissenschaftliche Arbeiten und habe das auch unterrichtet. Irgendwo aus eine der erste Kurse (ca. 2006) stammt das Zitat das EBM die Mischung ist von klinisches-, Fach-, und Forschungswissen. Manchmal reicht auch eine logische Argumentation kombiniert mit Erfahrung. Das erste Posting war übrigens nicht so ernst gemeint.
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• Lars van Ravenzwaaij
• Stefan Preißler
[mention]Tiefschwarz[/mention] Seit das Forum besteht propagiere ich hier schon das wissenschaftliche Arbeiten und habe das auch unterrichtet. Irgendwo aus eine der erste Kurse (ca. 2006) stammt das Zitat das EBM die Mischung ist von klinisches-, Fach-, und Forschungswissen. Manchmal reicht auch eine logische Argumentation kombiniert mit Erfahrung. Das erste Posting war übrigens nicht so ernst gemeint.
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Geert Jeuring schrieb:

@Tiefschwarz
Seit das Forum besteht propagiere ich hier schon das wissenschaftliche Arbeiten und habe das auch unterrichtet. Irgendwo aus eine der erste Kurse (ca. 2006) stammt das Zitat das EBM die Mischung ist von klinisches-, Fach-, und Forschungswissen. Manchmal reicht auch eine logische Argumentation kombiniert mit Erfahrung. Das erste Posting war übrigens nicht so ernst gemeint.

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Geert Jeuring schrieb:

Ein bisschen entauscht, dass in dem Cluster der Jeuring Test fehlt: bei gebogener Arm wird eine Faust gemacht und dann wird der Arm bei gleicher Spannung gestreckt (Beim anspannen der Flexoren arbeiten die Mm. ext. carpii radialis et brevis als Antagonist um die Handposition zu halten und bei Streckung des Ellbogens kommt mehr Spannung/ Zug auf die oben genannten Muskeln). Verstärkt sich also der Schmerz, ist der Test positiv.



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